Das FPÖ Wirtschaftsprogramm – Fairness für wen?

von | 27.08.2017 | Liste Niederösterreich

Foto: By Emil Goldberg (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons

Die Angriffe seitens der FPÖ, mit ihrem neuen Wirtschaftsprogramm, auf die Grundfeste der einzigen gesetzlichen Interessenvertretung der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, der Arbeiterkammer ist nicht nur der Verrat an allen Arbeitnehmern sondern an der gesamten Wählerschicht des sogenannten kleinen Mannes den die Freiheitlichen ja so gerne angeben zu vertreten.

Umso schlimmer ist es, dass einer Partei wie der FPÖ, die ihren Erfolg nach dem Absturz des Schwarz-Blauen Regierungsabendteuers zum überwiegenden Teil nur dieser Wählerschicht zu verdanken hat, wie man bei allen Wahlanalysen der letzten Jahre sehen kann, gerade diese Wählergruppe anscheinend völlig egal ist! Vielleicht ist dem einen oder anderen Freiheitlichen auch die Aussicht auf einen Ministerposten bereits zu Kopf gestiegen sodass man dann gerne auf den kleinen Arbeiter und Angestellten vergisst.

Daher fordere ich alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf, sich gut zu überlegen wem sie ihre Stimme bei dieser Wahl geben, denn diese FPÖ ist sicher nicht die Partei des keinen Mannes!

Die Arbeiterkammer ist im letzten Jahrzehnt das Erfolgskonzept zur gesetzlichen Interessenvertretung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern schlechthin. Abgesehen vom arbeitsrechtlichen Schutz den unredlichen Arbeitgebern gegenüber, muss man kein Genie sein um zu erkennen, dass man um rund 6,- Euro (welche der Durchschnittsbeitragszahler entrichtet) keine Rechtsschutzversicherung bekommen kann.

Man kann auch nicht oft genug darauf hinweisen, dass Konsumentenschutz, Steuerrückholaktionen, zinsenfreie Mikrokredite, Bildungshunderter, etc. notwendige Hilfestellungen sind, die nur die Arbeiterkammer anbietet. Daher ist ein jeder Angriff auf diese AK, ob Kürzung der Beiträge oder gar die Aufhebung der Pflichtmitgliedschaft ein ungeheuerlicher Angriff auf die Rechte des sogenannten kleinen Mannes.

Hier den ARBÖ und den ÖAMTC als Erfolgsmodell gegenüber zu stellen, heißt, dass der FPÖ Vorsitzende HC Strache die hart erkämpften Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern völlig ins lächerliche zieht, oder von der wirklichen Arbeit der Arbeiterkammer nicht die geringste Ahnung hat!

Der Kniefall den dabei die Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA) vor ihrer Mutterpartei machen ist einfach nur schäbig und eines Arbeitnehmervertreters nicht würdig! Der Bundesobmann der FA Bernhard Rösch sichert in seiner Presseaussendung auch noch die Unterstützung der FA für das Wirtschaftsprogramm der FPÖ zu. Er erwähnt in seiner Aussendung das Thema Pflichtmitgliedschaft nicht einmal, von einem Verteidigen der Arbeiterkammer ist schon gar nichts zu lesen.