Hört die Signale die FPÖ führt die Arbeitnehmer in die Falle

von | 07.11.2017 | Liste Niederösterreich

Foto von GuentherZ (Eigenes Werk) [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons

„Hört die Signale die FPÖ führt die Arbeitnehmer in die Falle“ oder „Kommt HC und ÖVP dann Urlaubs- und Weihnachtsgeld ade“, so oder so ähnlich hätte wahrscheinlich ein Wahlslogan gelautet wenn er aus der Feder des FPÖ Chefstrategen Herbert Kickl zum besagten Thema verfasst worden wäre, würde es nicht die Freiheitlichen selbst betreffen.

HC Strache und andere (aus meiner ehemaligen Partei) werden nicht Müde die Abschaffung der, wie sie es nennen, Zwangsmitgliedschaft der Kammern zu fordern. Vor allem bei der Arbeiterkammer wird dabei Verrat an allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern begangen die den Aufstieg der Blauen erst ermöglicht haben.

Die FPÖ hat die SPÖ als Arbeiterpartei abgelöst, haben doch laut Wahlanalyse ¾ der Arbeiter ihr Kreuz diesmal bei den Freiheitlichen gemacht. Ob die FP diese allerdings als Regierungspartei gut vertreten wird, ist auch auf Grund der ständigen Angriffe auf die Arbeiterkammer ganz klar mit einem NEIN zu beantworten.

Eine Abschaffung der Pflichtmitgliedschaft, die übrigens durchschnittlich € 6,91 im Monat ausmacht, wird unweigerlich zu Austritten führen. Doch der scheinbare hohe Gewinn der Arbeitnehmer könnte sehr schnell ins Gegenteil umschlagen.

Wer vertritt Arbeitnehmer gegen unredliche Arbeitgeber dann vor Gericht, wenn diese sich einen Rechtsschutz oder Anwalt nicht leisten können?

 

Haben schwache Kammern, die dann eben nicht mehr alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vertreten überhaupt noch das Recht und die Befugnis um an Lohn und Gehaltsverhandlungen teilzunehmen?

 

Warum sollten sich Unternehmen noch an Kollektivverträge und Mindeststandards halten wenn das Kollektiv, dass dies alles regelt, aufgelöst wurde?

 

Urlaubs- bzw. Weihnachtsgeld sind nur in den jeweiligen Kollektivverträgen geregelt und nicht im Gesetz verankert. Wer garantiert eine Ausbezahlung, wenn es keine Mitgliedschaft in der Wirtschaftskammer mehr gibt, deren Mitglieder allerdings verpflichtet waren, sich an die Verträge zu halten?

Die neoliberalen Gedanken der FPÖ stellen eine sehr große Gefahr für den sozialen Frieden in unserem Land dar und der Obmann der „neuen“ ÖVP Sebastian Kurz wäre gut daran beraten von einer Auflösung der Sozialpartnerschaft Abstand zu nehmen.

Auch auf einen Aufschrei der Freiheitlichen Arbeitnehmer zu diesem brisanten Thema wartet man vergeblich. Scheinbar Gottergeben segnet man alles ab was HC Strache verlangt und sichert auch noch die volle Unterstützung bei diesen schändlichen Vorhaben zu. Zumindest wurde das vom Bundesobmann der FA Bernhard Rösch in einer Presseaussendung so bestätigt, hoffte dieser doch, wie man jetzt allerdings weiß vergeblich, auf ein Nationalratsmandat.

Echte Arbeitnehmervertreter würden sich so etwas nicht gefallen lassen und ihr Interesse würde auch in erster Linie der Vertretung der Arbeitnehmer gelten und erst danach den Parteiinteressen.

[oa_social_sharing_icons]

Pin It on Pinterest